| |
 |
Vision
Dem Design liegt das Geheimnis der Transformation zu Grunde.
Dieses Geheimnis zwischen subjektiver Wahrnehmung und Objektivität ist die
Basis meiner Entwürfe.
Das "Nicht Enden Wollen" der individuellen Wahrnehmung
lässt in jedem ein Geschmacksfeld entstehen, dass für ein persönliches Designs steht.
Dieses ist einer nie endenden Transformation ausgesetzt.
Das Aufspüren von Grenzen (des Raumes und somit des Betrachters) und deren
Erweiterungen, sind Ausgangspunkt meiner Arbeiten. Mit dem Ziel die Überlappung der
angeblichen Raum-Grenzen sichtbar zu machen und zu überschreiten.
Das Umsetzten am Objekt bedeutet, Spannungen also Energie
"spannend" durch den Raum zu dirigieren, dieser Bewusst
zu werden und für seine Vorhaben zu nutzen.
|
Raumprogramm
Ideen und Gedanken über die Unterstützung
von Pädagogik durch Raumgestaltung
(Um gleichzeitig die Raumgestaltung durch das Wissen und Erfahrungen der
Pädagogik zu erweitern)
Was ist das Raumprogramm?
Das Design, bzw. die Raumgestaltung wird auf der Ebene der Klienten begonnen.
Denn es geht in diesem Bereich nicht um das Design und "Style"
im herkömmlichen Sinn, es muss Aufgaben im aktiven Leben dieser Menschen
übernehmen. Design und Architektur sollte hierbei die Menschen leiten
und begleiten, also Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit vermitteln.
Ein Planen für schwerst und mehrfach behinderte Kinder (smb-Ki) und
Jugendliche.
Das Planungsstadium
Ziel: Unterstützung von smb-Ki durch Design und Raumgestaltung
Gastkommentar von Frau Daniela Pint, Leiterin der Gruppe Mirabilis; Mosaik
GmbH. in Graz (Ö)
"Innenarchitektur muß ansprechend sein".
Vorstellen der Gruppe und deren Aufgabenbereiche
Schwer und mehrfach behinderte Kinder mit Wahrnehmungsdefiziten brauchen
zusätzlich Hilfe bei Orientierung, Sicherheit und Geborgenheit. Da
sich Kinder nicht nur visuell orientieren, bekommt die Raumgestaltung
weitere Aufgabenbereiche übertragen, die über das visuelle wahrnehmen
hinaus gehen.
Die ausgeglichene Kombination von Holz,- Form,- und Farbe vermitteln Gefühle
und Stimmungen, welche nicht nur auf der Sinnesebene, sondern unbewusst
wahrgenommen werden. Bei Stresssituationen werden Kinder nervöser,
unruhig und lauter. D.h. Kinder nehmen Stimmungen besser wahr und reagieren
sofort darauf. Das Gefühl von Geborgenheit und Wärme im Raum
ist auch in Stresssituationen zu Hilfe.
Orientierung
Das Verhalten im Vorraum ( siehe Sozial Design: Aquarabilis ) hat sich
Grundlegend geändert, es entstand ein Platz zum "ankommen und
einstimmen" auf die Gruppe (, man sollte sich ja auch gerne umziehen,
denn Schuhe müssen in Mirabilis ausgezogen werden). Das Orientieren
im Haus fällt nun leichter, denn die Kinder wissen sofort, wo der
Eingangsbereich zu Ihrer Gruppe ist. Auch zum Innehalten vor verlassen
der Betreuungseinrichtung wird architektonisch eingeladen. Kinder werden
nicht motiviert "wegzulaufen", denn es wird Sicherheit, ein
aufgehoben - sein vermittelt und lädt zum verweilen ein.
Funktionalität
Diese Richtung des Designs lässt viel benötigten Stauraum entstehen,
ohne das der Raum wesentlich kleiner oder gar erdrückend wirkt (
Durch einen Kasten mit 1,2m Kastentiefe konnte sogar eine Rollstuhlgarage
entstehen ). Die Möblierung wirkt führend, leitend und begleitend
was sich auch tatsächlich mit Fakten belegen lässt, denn die
sonst an Möbel und Mauerwerk entstandenen Schäden sind kaum
mehr zu verzeichnen und um ein vielfaches geringer.
Visuelle Eindrücke
Die Farbgestaltung ist hier besonders zu erwähnen, die Abstimmung
von Möbel und Wandlasuren ist wichtig um ein Ganzes ergeben zu können.
Warme und wohligen Farben haben Einfluss auf Motivation. Der z.B. auf
einer Wand angedeutete Sonnenaufgang sorgt nicht nur an Schlechtwettertagen
für "Sonne", stimmungsaufhellend und eine fröhlich
leuchtende Umgebung.
Ein weißer Gang der so oft in Betreuungseinrichtungen praktiziert
wird, erinnert die Kinder und Jugendlichen des öfteren an eine Krankenhausatmosphäre,
die mit vielen schlechten oder schmerzhaften Erfahrungen (im Sinne von
Schweren Operationen ) verbunden sind.
Geruch
Die wesentlich erhöhte Sensibilität der Betreuten Kinder und
Jugendlichen ist auch in weiteren Bereichen, wie dem olfaktorischen festzustellen.
So ist die Orientierung anhand des Geruchssinns ( Holz, nat. Öle,
Wachse...) für viele nicht nur als eine Zusätzliche Hilfe, sonder
als eine wichtige Grundlage zu sehen.
|
 |