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Raimund Gamerith Vision

Vision

Dem Design liegt das Geheimnis der Transformation zu Grunde. Dieses Geheimnis zwischen subjektiver Wahrnehmung und Objektivität ist die Basis meiner Entwürfe.

Das "Nicht Enden Wollen" der individuellen Wahrnehmung lässt in jedem ein Geschmacksfeld entstehen, dass für ein persönliches Designs steht. Dieses ist einer nie endenden Transformation ausgesetzt.

Das Aufspüren von Grenzen (des Raumes und somit des Betrachters) und deren Erweiterungen, sind Ausgangspunkt meiner Arbeiten. Mit dem Ziel die Überlappung der angeblichen Raum-Grenzen sichtbar zu machen und zu überschreiten.

Das Umsetzten am Objekt bedeutet, Spannungen also Energie "spannend" durch den Raum zu dirigieren, dieser Bewusst zu werden und für seine Vorhaben zu nutzen.

Raumprogramm

Ideen und Gedanken über die Unterstützung von Pädagogik durch Raumgestaltung
(Um gleichzeitig die Raumgestaltung durch das Wissen und Erfahrungen der Pädagogik zu erweitern)

Was ist das Raumprogramm?

Das Design, bzw. die Raumgestaltung wird auf der Ebene der Klienten begonnen. Denn es geht in diesem Bereich nicht um das Design und "Style" im herkömmlichen Sinn, es muss Aufgaben im aktiven Leben dieser Menschen übernehmen. Design und Architektur sollte hierbei die Menschen leiten und begleiten, also Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit vermitteln.

Ein Planen für schwerst und mehrfach behinderte Kinder (smb-Ki) und Jugendliche.


Das Planungsstadium

Ziel: Unterstützung von smb-Ki durch Design und Raumgestaltung


Gastkommentar von Frau Daniela Pint, Leiterin der Gruppe Mirabilis; Mosaik GmbH. in Graz (Ö)

"Innenarchitektur muß ansprechend sein".

Vorstellen der Gruppe und deren Aufgabenbereiche
Schwer und mehrfach behinderte Kinder mit Wahrnehmungsdefiziten brauchen zusätzlich Hilfe bei Orientierung, Sicherheit und Geborgenheit. Da sich Kinder nicht nur visuell orientieren, bekommt die Raumgestaltung weitere Aufgabenbereiche übertragen, die über das visuelle wahrnehmen hinaus gehen.
Die ausgeglichene Kombination von Holz,- Form,- und Farbe vermitteln Gefühle und Stimmungen, welche nicht nur auf der Sinnesebene, sondern unbewusst wahrgenommen werden. Bei Stresssituationen werden Kinder nervöser, unruhig und lauter. D.h. Kinder nehmen Stimmungen besser wahr und reagieren sofort darauf. Das Gefühl von Geborgenheit und Wärme im Raum ist auch in Stresssituationen zu Hilfe.

Orientierung
Das Verhalten im Vorraum ( siehe Sozial Design: Aquarabilis ) hat sich Grundlegend geändert, es entstand ein Platz zum "ankommen und einstimmen" auf die Gruppe (, man sollte sich ja auch gerne umziehen, denn Schuhe müssen in Mirabilis ausgezogen werden). Das Orientieren im Haus fällt nun leichter, denn die Kinder wissen sofort, wo der Eingangsbereich zu Ihrer Gruppe ist. Auch zum Innehalten vor verlassen der Betreuungseinrichtung wird architektonisch eingeladen. Kinder werden nicht motiviert "wegzulaufen", denn es wird Sicherheit, ein aufgehoben - sein vermittelt und lädt zum verweilen ein.

Funktionalität
Diese Richtung des Designs lässt viel benötigten Stauraum entstehen, ohne das der Raum wesentlich kleiner oder gar erdrückend wirkt ( Durch einen Kasten mit 1,2m Kastentiefe konnte sogar eine Rollstuhlgarage entstehen ). Die Möblierung wirkt führend, leitend und begleitend was sich auch tatsächlich mit Fakten belegen lässt, denn die sonst an Möbel und Mauerwerk entstandenen Schäden sind kaum mehr zu verzeichnen und um ein vielfaches geringer.

Visuelle Eindrücke
Die Farbgestaltung ist hier besonders zu erwähnen, die Abstimmung von Möbel und Wandlasuren ist wichtig um ein Ganzes ergeben zu können. Warme und wohligen Farben haben Einfluss auf Motivation. Der z.B. auf einer Wand angedeutete Sonnenaufgang sorgt nicht nur an Schlechtwettertagen für "Sonne", stimmungsaufhellend und eine fröhlich leuchtende Umgebung.
Ein weißer Gang der so oft in Betreuungseinrichtungen praktiziert wird, erinnert die Kinder und Jugendlichen des öfteren an eine Krankenhausatmosphäre, die mit vielen schlechten oder schmerzhaften Erfahrungen (im Sinne von Schweren Operationen ) verbunden sind.

Geruch
Die wesentlich erhöhte Sensibilität der Betreuten Kinder und Jugendlichen ist auch in weiteren Bereichen, wie dem olfaktorischen festzustellen. So ist die Orientierung anhand des Geruchssinns ( Holz, nat. Öle, Wachse...) für viele nicht nur als eine Zusätzliche Hilfe, sonder als eine wichtige Grundlage zu sehen.

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